Ausflug in unseren Garten und wie ihr euch ein Kräuterbeet selber bauen könnt

| Draußen

*DIESER BEITRAG ENTHÄLT WERBUNG VON IDEAS-FOR-HOME*

Als wir vor einigen Jahren unser Gartengrundstück übernommen haben, gab es dort noch nicht viel zu sehen und als richtiger Garten war er nur schwer erkennbar. Hohes Gras mit alten Pflaumenbäumen und Sträuchern am Rande, ein alter Birnen- und ein Apfelbaum mittendrin, eine riesige Tanne, eine baufällige Hütte, ein alter Wassertank und ein Geräteschuppen aus Blech war alles, was auf dem Grundstück zu finden war. Nach und nach haben wir den Garten nach unseren Vorstellungen umgestaltet und uns fällt immer wieder was Neues ein.

So war für uns von Anfang an klar, dass wir einen Naturgarten gestalten wollten. Neu gepflanzt wurden ausschließlich unterschiedliche einheimische Sträucher, damit Insekten, Vögeln, kleinen Säugetieren und Reptilien ein entsprechender Lebensraum geboten wird. Bei  blühenden Gehölzen haben wir uns immer für ungefüllte Blüten entschieden, denn hier können Insekten ihre Nahrung leichter finden. Eine Liste einheimischer insektenfreundlicher Pflanzen findet ihr zum Beispiel bei dem NABU (deutscher Naturschutzbund) oder ihr fragt direkt in der Baumschule nach.

Im Blumenbeet wachsen verschiedene Stauden, blühende Sträucher und im Frühjahr streue ich immer noch einige Samen von einjährigen Sommerblumen ins Beet, sodass im Sommer eine kleine bunte Blumenecke blüht, in der es summt und brummt.

Direkt daneben hängt unser Insektenhotel. Hier ist immer mächtig was los. Ein Kommen und Gehen der verschiedensten Insekten und Wildbienen. Beim Aufstellen habe wir darauf geachtet, dass die Einflugschneise der Insekten Richtung Süden zeigt und mindestens 50 cm vom Boden entfernt ist. Der Standort sollte auf jeden Fall sonnig sein und bestenfalls regengeschützt liegen.

In unserem Garten sollte auf jeden Fall auch ein Teil als Nutzgarten dienen. Wir haben uns zunächst für 2 Hochbeete entschieden, die mein Sägermeister uns dann aus Holz gebaut hat. Hochbeete, damit man es bei der Bepflanzung leichter hat und damit eine gewisse Barriere für Schnecken und Feldhasen besteht…dachten wir. Wie soll ich sagen? Dem Hasen ist es völlig Wurscht, ob er meinen Salat im Erdgeschoß oder im ersten Stock frißt. Super. Da die Beete inzwischen sowieso langsam ziemlich verwittert sind, haben wir uns dazu entschieden im Herbst, wenn alles abgeerntet ist, die Beete abzureißen und neue Beete aus Hohlblocksteinen zu bauen. Und zwar mit einem kleinen Zaum drumherum. Naturgarten hin oder her: mein Gemüse würde ich schon gerne selber essen…

Mit unserem Gewächshaus haben wir uns einen Gartentraum erfüllt. Hier wachsen herrliche Tomaten und Gurken.

In diesem Jahr ist endlich unser Kräuterbeet entstanden. Zunächst hatte ich mit einer Kräuterspirale aus Natursteinen geliebäugelt, aber die wäre mir am Ende einfach zu groß geworden. Mit diesem Kräuterhochbeet bin ich super zufrieden und es ganz leicht nachzubauen!

DIY-Kräuterhochbeet

Ihr braucht:

4 Bretter für den unteren Rahmen (120cm x 120cm x 20cm)

(1 Stück Hasendraht (groß genug, um diesen Rahmen komplett auszufüllen) – geht auch ohne!)

4 Bretter (85cm x 85cm x 20cm)

4 Bretter (60cm x 60cm x 20cm)

Schrauben

evtl. Holzschutzlasur

Erde und Kräutererde

Aus den Brettern werden nun 3 Rahmen zusammengebaut. An den unteren Rahmen könnt ihr von unten den Hasendraht befestigen, um das Beet vor Wühlmäusen zu schützen. Bevor ihr den Rahmen nun mit Erde befüllt, solltet ihr euch nach einem geeigneten Plätzchen im Garten umschauen. Nun mit Erde befüllen und den 2. Rahmen um 90° verdreht auf den ersten Rahmen stellen. Befüllen und nun den letzten Rahmen aufstellen. Wer mag, streicht die einzelnen Rahmen vorher noch mit Holzschutzlasur. Die unteren beiden Rahmen könnt ihr mit normaler Pflanzende befüllen. Hier können nun Schnittlauch, Petersilie, Dill, Estragon, Melisse und Minze einziehen. Der obere Rahmen wird mit Kräutererde befüllt. Hier ziehen die mediterranen Kräuter wie z.B. Rosmarin, Thymian und Salbei ein.

Frische Kräuter sind einfach toll!

Soviel also zu unserem Garten…

Natürlich sind die Geschmäcker verschieden und nicht jeder mag einen Naturgarten. Es gibt ja ganz viele verschiedene Gartenstile und vielleicht mögt ihr es lieber modern, japanisch oder alpin angehaucht? Auf der Seite Ideas-for-Home findet ihr einen tollen Gartenstil-Guide, der euch die verschiedenen Gartenstile vorstellt. Schaut doch mal rein.

Auf jeden Fall gibt es nichts Schöneres als nach getaner Arbeit ein Stückchen frischen Beerenkuchen zu futtern und seinen Garten zu genießen. Ein paar weitere Garten-DIY-Ideen findet ihr übrigens hier, in einem älteren Blogbeitrag.

Welchen Gartenstil mögt ihr am liebsten?

Bis bald

 

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